Hintergrund

Stimmen Bahás

Violette Karos

»Wir haben wahrlich die Musik zu einer Leiter für eure Seelen gemacht, zu einem Mittel für ihren Aufschwung in das Reich der Höhe.«
Bahá’u’lláh

Violette Karos

Aktuelles


23.–25. Oktober 2026
Probenwochenende am Haus der Andacht

2. – 4. April 2027
Probenwochenende am Haus der Andacht

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular

Violette Karos

»Singe die Verse Gottes, o Mein Diener, die du empfangen hast, wie jene sie singen, die Ihm nahe sind, damit die Süße deiner Weise deine Seele entflamme und die Herzen aller Menschen anziehe.«
Bahá’u’lláh

Violette Karos

Einen Einblick in eine Andacht

„I Adjure The“ — 60. Jahrestag der Einweihung des Hauses der Andacht

Violette Karos

»Ich singe bei den Stimmen Bahás, weil ich es als große Ehre empfinde, im Haus der Andacht von Europa zu singen.«

Violette Karos
Gelbe Karos Drittes Europäisches Bahá'í Chor Festival 2026' Chorworkshop der Stimmen Bahas im August 2025 in Tambach/Dietharz Stimmen Bahás singen während der Andacht beim Festival der Künste 2025. Stimmen Bahás vor dem Singen bei der Schalvergabe vor dem Auftritt im Haus der Andacht. Stimmen Bahás im Juli 2024 vor dem Haus der Andacht Amelie Dzember dirigiert den Projektchor European Bahá′í Festival 2019 Vortrag beim European Bahá′í Festival 2019 Auftritt in der Andacht während des European Bahá′í Festival 2019 Gelbe Karos

Über die Stimmen Bahás

Der Bahai-Chor „Stimmen Bahás“ wirbt um neue Stimmen, vor allem Jüngere

Hoffnungs- und erwartungsvoll blicken die Stimmen Bahás, der Chor der deutschen Bahá'í-Gemeinde, in die Zukunft. Mit Lilly Taneja leitet eine talentierte und engagierte junge Bahai-Musikern den Chor am Europäischen Haus der Andacht. Sie führt das Werk von Gründungsdirigentin Ameli Dziemba fort.

Was motiviert uns?

Karoline Gramß von der Mecklenburgischen Seenplatte kam 2023 zum ersten Mal. „Singen ist etwas für die Seele. Ich habe immer das Bedürfnis zu singen, weil ich lange davon zehre. Es gibt mir Kraft für meinen Alltag. Ich hoffe, dass sich meine Kinder davon anstecken lassen.“ Sie lassen. Tochter Maditha macht Singen Spaß, „da kann man seine Gefühle gut ausdrücken.“ Ihr Bruder Willem kam ebenfalls mit, um zu singen, es seien schöne Lieder.

Hanno Lenk aus Lüneburg wollte schon lange mitsingen, er sang aber zuvor in Leistungschören mit und konnte deshalb bisher nicht dabei sein. Jetzt komme er gerne zu den Stimmen Bahás. „Ich liebe schönen Harmoniegesang, es ist schön, sich als Bahai in Bahai-Projekte einzubringen.“

Für den neuen Vorsitzenden Roland Berger ist es „meine Art des Dienstes für die Bahai-Gemeinde. Es ist mir eine Ehre, im Haus der Andacht zu singen.“ Chorleiterin Lilly Taneja hat die Stimmen Bahás schon als Kind gehört, weil ihr Vater mitsang. Für die Musik sei Religion eine wichtige Inspirationsquelle. So seien etwa durch das Christentum große Werke der Klassik entstanden. Ihr Ziel sei es, durch große Chöre wie die Stimmen Bahás dazu beizutragen, eine große Sing-Kultur zu schaffen. Durch das Dirigat der Stimmen Bahás fühle sie sich sehr geehrt, es bereite ihr Freude. „Man spürt, dass alle an einem Strang ziehen und wie wichtig jedem Einzelnen der Chor ist.“ Als weiteres Ziel nennt sie, verschiedene Generationen miteinander zu vernetzen.

Anisa Hofmann aus Potsdam kam zum zweiten Mal und ist voll beseelt. „Ich finde mit so vielen Stimmen zu singen unglaublich beflügelnd. Das geht ins Herz. Und das Singen im Haus der Andacht ist etwas Erhebendes.“ Schon als Kind habe sie die Stimmen Bahás bei verschiedenen Anlässen gehört, jetzt dürfe sie selbst mitsingen. In Potsdam hätten sie nach der letzten Probe selbst einen kleinen Chor gestartet.

Benedikt Poller aus München animiert, die Worte Gottes zu singen in schöner Musik. „Es ist motivierend, dass man hier Bahai aus ganz Deutschland sieht.“

Auch seine Gattin Nabihe Poller Aqiqi motiviert das gemeinsame Singen der Worte Gottes mit Gleichgesinnten und die Freunde zu sehen. „Die Musik ist eine Leiter zum Himmel“. Sie genießt die generationenübergreifende Altersspanne, alle könnten voneinander profitieren. Ihrer Tochter Klara macht es viel Spaß, in Gemeinschaft zu singen und die „Harmonie von Leuten und Liedern“ zu erleben.

Für Eberhard von Kitzing aus Heidelberg ist das Singen im Chor eine Möglichkeit, einen Dienst zu erweisen, „wo ich weiß, dass ich gewisse Fähigkeiten dafür habe.“ Da gebe es die Möglichkeit, Wochenenden zu verbringen, die Spaß machen, neue Leute kennen zu lernen und in Bewegung zu bleiben.

Shanaz aus einem Ort bei Heidelberg macht es Freude, die Worte Gottes zu singen, für sie ein gutes Gefühl, „weil beim zusammen Singen kriegt man ein Gefühl der Einheit.“

Birgit Asbeck aus Bamberg reizt das gemeinsame Singen, „dass wir im Tempel die Andacht mitgestalten“ und die Gespräche mit Freunden aus ganz Deutschland.

Karolina Beck aus Bochum war beim Fastenbrechen in Bochum, da hätten sie gemeinsam gesungen. Die anderen hätten sie motiviert und ermutigt, im Chor mitzusingen, es zu schaffen, „dass man gemeinsam eine Stimme ist.“ Zwei Wochen später sang sie im Haus der Andacht.

Die Stimmen Bahás suchen weitere Sangesfreudige, die den Chor bereichern möchten. Willkommen sind alle, vor allem auch jüngere Stimmen. Wer Lust und Interesse hat, mitzusingen, kann sich gerne per E-Mail bei uns melden. Die aktuellen Termine finden sich unter „Aktuelles“.

Stimmen Bahás begeistern mit internationalem Chorfestival

Nationaler Bahai-Chor am Haus der Andacht von Europa besteht seit 25 Jahren

Freude und Dankbarkeit war zu spüren, als die Stimmen Bahás mit einem internationalen Bahai-Chorfestival ihr 25-jähriges Jubiläum feierten. Höhepunkt waren zwei Andachtskonzerte im Haus der Andacht von Europa in Langenhain am 17. Mai. 77 Sängerinnen und Sänger aus drei Kontinenten mit Wurzeln in allen fünf Kontinenten begeisterten rund 250 Besucher und bewiesen eindrucksvoll Einheit in der Vielfalt. In nur drei Tagen hatten fünf Dirigentinnen und Dirigenten mit dem Festival-Chor elf Lieder in drei Sprachen so effektiv geprobt, dass die Zuhörer ins Schwärmen gerieten.

Ermöglicht wurde dieser schöne Erfolg durch die Kompetenz der Dirigenten und Komponisten, und weil die Sänger sich mit Ton- und Textdateien vorbereitet hatten. Allein aus Australien waren fünf Bahai angereist, unter ihnen die Dirigenten und Komponisten Lorraine Manifold und ihr Mann Alan Manifold sowie Colin Webber. Mit Ameli Dziemba, Gründungsdirigentin der Stimmen Bahás, ihrer Nachfolgerin Lilly Taneja und „Eigengewächs“ Cosma Gotthardi, der bei Gründung der Stimmen Bahás mit 15 Jahren einer der Jüngsten war, erlebte der Chor fünf völlig unterschiedliche Leiter, und lernte auf fünferlei Weise.

Musik überwindet Grenzen, Musik vereint, und Musik verbindet. Dies war auch bei diesem dritten internationalen Bahai-Chorfestival am Europäischen Haus der Andacht zu spüren.

Und bei diesem dritten Festival gab es noch einen ganz besonderen Akzent, eine ganz besondere Note. Aus Norwegen kam auf Einladung des Vorsitzenden Roland Berger eigens der Komponist Lasse Thoresen angereist. Der emeritierte Musikprofessor ist in der Bahai-Welt und auch weltweit bestens bekannt. Zur Eröffnung der Bahai-Terrassen mit dem Schrein des Báb 2001 in Haifa schrieb er ein großes Oratorium für Orchester, Chor und Solisten, das uraufgeführt und vom Fernsehen übertragen wurde. Mit dem Geiger Bijan Khadem-Missagh spielte bei der Uraufführung in Haifa ein Musiker, mit dem Lasse Thoresen schon in den 1990er Jahren in der Schweiz im Seminarhotel Landegg zusammen gearbeitet hatte. Beim Musik-Forum der Bahai, wie das Format damals hieß, sei schon die Überlegung entstanden, einen europäischen Bahai-Chor ins Leben zu rufen, schildert Lasse Thoresen. Und für diesen europäischen Chor habe er in jener Zeit fünf Kompositionen geschaffen. Doch dieser Chor kam nicht zustande, und keine dieser Kompositionen war bis jetzt von einem Chor intoniert worden.

Umso mehr freute er sich, dass der Festival-Chor jetzt seine im Jahr 1995 erfolgte Vertonung von „Dies ist mein erster Rat“ sang. Aufmerksam hörte Lasse beim Proben zu und erklärte, wie er sich die einzelnen Passagen vorstellte. Sichtlich bewegt lauschte er dann den Aufführungen in den beiden Konzerten und spendete anschließend herzlichen Beifall.

Seine Gedanken und Vorstellungen von Musik und vom Leben mit der Bahai-Religion vermittelte Lasse Thoresen dem Chor mit seiner Präsentation „Klänge des Geistes“. Dabei sahen die Chormitglieder auch Ausschnitte des Konzerts zur Eröffnung der Terrassengärten und des Schreins des Bab in Haifa. Er zeigte eine Weidenflöte und erklärte: „Die Weidenflöte lehrt uns, unser inneres Ohr Richtung Schweigen zu richten: Dort sind Einheit und Ewigkeit zu finden.“

Aufmerksam waren die Zuhörerinnen und Zuhörer in den beiden Andachten des Festival-Chores. Sie hörten vertonte Textstellen: „Wither can a lover go“ (Wohin kann ein Liebender gehen, als in das Land seines Geliebte), „An d’Paradais“, für die Bahai die Uraufführung eines Liedes auf Luxemburgisch, „Dies ist mein erster Rat“, die zweite Uraufführung, von Lasse Thoresen, den Kanon Allah’u-Abhá, „Fruits of one tree“, Ihr seid die Früchte eines Baumes, „Make all mankind as Stars“, „Mystery of God“, „Die Menschheit gleicht einem Vogel“, eine Uraufführung von Komponistin Ameli Dziemba,, „Unite and bind“, „Ya Bahá’ul-Abhá“ und zum Abschluss „All the Atoms“, eine weitere Uraufführung von Komponistin Ameli Dziemba). Nach der Andacht formierte sich der Chor im Freien auf der Wiese am das Haus der Andacht und sang noch einmal das Lied „All the Atoms“. Dann konnten die Besucher auch Applaus spenden.

Die Proben fanden aus logistischen Gründen erstmals nicht im Hazira statt, sondern in der Jugendherberge Wiesbaden, wo der Chor auch verpflegt wurde. Dort fand auch der stimmungsvolle Abschlussabend statt.

Die schöne gemeinsame Zeit während des Festivals und die Melodien werden noch lange nachklingen. Die mindestens sieben Monate an Vorbereitung haben sich gelohnt. „Was dieses Festival für die Bahá‘i-Welt bedeutet, wurde mir klar, als ich Lasse Thoresen anrief“, schildert Roland Berger, Vorsitzender der Stimmen Bahás e.V. Lasse Thoresen habe nicht gewusst, dass es am Europäischen Haus der Andacht einen Chor gibt, und schon gar nicht, dass ein Bahai-Projekt schon 25 Jahre existiere. Die Dirigentinnen und Dirigenten hätten vom Austausch mit Lasse Thoresen viel lernen können. Tief beeindruckt hat den Vorsitzenden auch das große Engagement der Sängerinnen und Sänger. „Es macht mich wirklich sehr bescheiden, zu erleben, was für einen Aufwand die Leute betreiben, um hierherzukommen.“

Freude und Zufriedenheit auch bei der zweiten Vorsitzenden Elizabeth Stamm: „Wir wollten zeigen, dass die Stimmen Bahás wieder da sind, dass wir aktiv sind.“ Wichtig ist ihr „die vereinende Macht, dieser Geist der Musik, der alle zusammenbringt.“

Dirigentin Lilly Taneja hat die Motivation, „große Chormusik aufzuführen und Menschen, die nicht bei den Stimmen Bahás sind, zum Chorsingen zu bringen.“ Dies sei sehr einheitsstiftend. Und der Chor erhalte neuen Input, weil er viele Dirigenten und Komponisten erlebe.

Gründungsdirigentin Ameli Dziemba, Sängerin und Komponistin, zeigte sich immer wieder dankbar, dass ihr Bahá‘í-Herzensprojekt in so gute Hände übergeben werden konnte. Als Gastdirigentin und Mitsängerin genoss sie die Vielfalt der Kollegen und der Musik. Vor allem die Gespräche mit Lasse Thoresen über den Kompositionsprozess an sich waren für sie eine große Motivation weiterhin für die Stimmen Bahás und andere Bahá‘í-Chöre zu schreiben.

Für Dirigent Cosma Gottardi war das Festival war eine wunderschöne Gelegenheit, Bahá'í Chormusik in einem großen Chor zu gestalten. „Ich freue mich auf den Tag, an dem in jedem Land, und auch an meinem Wohnort Glasgow, ein Haus der Andacht steht, in dem wir mit irdischen Melodien unsere Seelen dem Himmel ein Stück näher kommen lassen dürfen.“

Die australische Musikerin und Dirigentin Lorraine Manifold findet Erfüllung darin, „in den Bahá’í-Tempeln die Worte Gottes zu singen“. Sie und ihr Mann Alan hatten sich zum Ziel gesetzt, in allen Kontinentalen Häusern der Andacht zu singen. Für sie ist dies etwas ganz Besonderes, etwas Erhabenes. Sie besitzt einen Master-Abschluss in Gesangspädagogik und ist Präsidentin des Regionalverbands Queensland und Northern Territory der National Australian Choral Association.

Dirigent und Komponist Colin Webber aus Australien war einige Jahre Direktor des Hauses der Andacht in Sydney. Jetzt lebe er mehr als 1000 Kilometer von Sydney entfernt und habe einen Chor mit acht Mitgliedern. Er findet es spannend, seine Musik von vielen Sängerinnen und Sängern zu hören.

Martine Blyth aus Belgien war von ihrer Tochter Kim zum Mitsingen überredet worden. „Ich singe gerne, aber ich hätte mich allein nie getraut, mitzumachen.“ Für Olaf Akhtar-Khawari aus Leipzig war das Festival etwas Einmaliges. Arvid Oja aus Schweden singt gerne, besonders geistliche Lieder. „Hier treffe ich andere Leute, die gerne singen, und ich kann den Tempel besuchen.“ Gunnel Nazerian aus Schweden liebt es, „Harmonien mit meiner Stimme zu bilden.“

Berufsmusikerin Nailya Abdurahmanova liebt die Erfahrungen im Chorgesang, sie will in ihrem Geburtsland Usbekistan einen Chor gründen. Steve Brisley aus Nord-Chicago singt im Chor von Wilmette. Er schätzt es, neue Musikstücke zu lernen und sie gemeinsam mit anderen Menschen zu singen. Mona Mangenda aus Lorsbach mag Musik. Sie hat gereizt, etwas Herausforderndes zu machen und in einer großen Gruppe geistig zu singen. Talia von Bezold leitet mehrere Chöre und unterrichtet an der Universität Würzburg mehrere Schüler. „Ich finde es toll, mit Leuten aus verschiedenen Ländern zusammen zu kommen und verschiedene Musik kennen zu lernen. Die Bahá‘i-Musik ist sehr vielfältig. Es bedeutet mir viel, im Haus der Andacht aus den Schriften zu singen.“ Gisbert Schaal aus Sigmaringen schwärmt von der „Vielfalt der Lieder, die wir neu lernen. Und eigentlich ist es schier unglaublich, dass wir eine Uraufführung intonieren von einem Lied, das vor 30 Jahren geschrieben wurde.“ Für Irene Kugel aus Zuzenhausen im Kraichgau ist der internationale Austausch inspirierend, „alle haben das gleiche Ziel, gute Musik zu machen.“ Als besonders empfand sie bei diesem Festival die Informationen der Dirigenten und Komponisten über die Methodik des Singens.

Clariett Genneper aus Bonn, zum ersten Mal dabei, hat der Zusammenhalt im Chor und das internationale Miteinander so gut gefallen, dass sie versucht, eine Freundin aus Lyon zu bewegen, bei den Stimmen Bahás mitzusingen. „Für mich ist es wie Urlaub“, sagt Heike Bellenberg-Dameshgi und fügt hinzu: „Ich bin beeindruckt, in welcher Qualität wir die Lieder nach nur drei Tagen Proben singen.“

von Bernhard Lutz

Chorworkshop der Stimmen Bahás

Musik, Gemeinschaft und Inspiration in Tambach

Im Seminarzentrum Tambach fand vom 13. bis 17. August 2025 der diesjährige Chorworkshop der Stimmen Bahás statt. Mehr als 30 Sänger verbrachten dort inspirierende Tage, um gemeinsam zu musizieren, voneinander zu lernen und die verbindende Kraft der Musik zu erleben.

Unter der Leitung von Chorleiterin Lilly Taneja widmete sich der Chor vormittags ausgewählten Werken der Komponistin Ameli Dziemba und erarbeitete zugleich neue Stücke. Spielerische Elemente wie Sprechkanons mit Bewegungen sorgten dafür, dass die Gruppe lockerer wurde und mit Freude in den musikalischen Tag startete.

Am Nachmittag bot das Programm eine breite Palette an Workshops. Besonders eindrucksvoll war das Beschäftigen mit Improvisationen im Stil von Barock und Renaissance. „Improvisation war schon immer Teil der Musikgeschichte“, erklärte Lilly, die die Teilnehmer einfühlsam in diese Epoche einführte.

Auch die Stimmbildung stand im Fokus: Ameli gab wertvolle Impulse zur Verbesserung von Stimme und Bühnenpräsenz. Übungen zu Körperhaltung, Atemtechnik und Publikumsansprache stärkten das Selbstvertrauen der Sänger und bereicherten die gemeinsame Arbeit.

Ein besonderer Höhepunkt war der Trommelworkshop von Jürgen Tenvorde, der die Teilnehmer mit der mehr als 800 Jahre alten Tradition der Djembe vertraut machte. Die Djembe ist eine aus Westafrika stammende Bechertrommel. „Der Name Djembe bedeutet: Lasst uns in Frieden beisammen sein“, erläuterte er. Die afrikanische Trommelmusik lebt von Kommunikation und Rhythmus – für viele eine heitere und zugleich entspannende Erfahrung.

Großen Zuspruch fand auch der Workshop „Stressabbau mit Ameli“, an dem 23 Personen teilnahmen. Durch gezielte Übungen zur Stärkung des Vagusnervs lernten die Teilnehmer, wie bewusste Atmung, leichte Körperübungen und Selbstwahrnehmung zur Entspannung beitragen können.

Ein krönender Abschluss des Workshops war der Bunte Abend. Mit Schwung, Humor und eigenen Beiträgen führten die Jugendlichen Yasmina und Raghad durch das abwechslungsreiche Programm. Neben einer Präsentation der Bahá'í-Gemeinde Bad Vilbel über ihr Sommercamp traten die Teilnehmer des Chorworkshops in vielfältigen Formationen auf: vom Kammerchor über ein Gitarrenduo bis hin zu Trommel- und Circle-Singing-Gruppen. Yasmina begeisterte zudem mit Gesang und Tanz. Das Publikum dankte mit viel Applaus.

Am Ende der Tage in Tambach waren sich alle einig: Jeder hat etwas Wertvolles mitgenommen – musikalisch wie persönlich. Der Workshop stärkte nicht nur die musikalische Qualität des Chores, sondern auch das Gefühl von Gemeinschaft.

Ein herzlicher Dank gilt den Organisatoren sowie allen, die zum Gelingen dieser besonderen Tage beigetragen haben.

Sie möchten Kontakt mit uns aufnehmen?





Chor mit Haus

Haus der Andacht von Europa

Eppsteiner Straße 95
D-65719 Hofheim am Taunus
Deutschland

chor@bahai.de